© Axel Schulten, KölnTourismus GmbH

Innenraum des Kölner Doms

Das schlanke, zum Chorraum führende Hauptschiff des Kölner Doms ist mit 144 Metern das längste Kirchenschiff Deutschlands und wird von je zwei Seitenschiffen begleitet.

In der Vierung steht der moderne Bronzealtar, welcher 1960 bis 1971 von Elmar Hillebrand geschaffen wurde. Dahinter liegt das Chorgestühl aus den Jahren 1308 bis 1311, das mit seinen 104 Sitzen eines der größten erhaltenen mittelalterlichen Chorgestühle in Deutschland ist. Die Besonderheit dessen ist ein jeweils reservierter Platz für den Papst und den Kaiser. Um 1340 entstanden die Chorschrankenmalereien, auf denen 21 erzählende Darstellungen abgebildet sind. Darüber befinden sich ältere Chorpfeilerskulpturen von Jesus, Maria und den 12 Aposteln.

Im Zentrum des Chorhauptes befindet sich der Hochaltar, der zu Ehren des heiligen Apostels Paulus geweiht wurde. Hinter dem Hochaltar erhebt sich der Dreikönigsschrein, der wie eine Basilika die Dreieinigkeit Gottes verkörpert. Dieses überragende Werk mittelalterlicher Goldschmiedekunst ist 1,10 Meter breit, 1,53 Meter hoch, 2,20 Meter lang, 6 Zentner schwer und wurde auf Anordnung des Erzbischofs Phillip von Heinsberg zu Ehren der Heiligen drei Könige angefertigt. Außer den Gebeinen der Drei Könige ruhen hier auch die Gebeine der heilig verehrten Märtyrer Felix, Nabor und möglicherweise auch Gregor von Spoleto.

Besonders eindrucksvoll sind die farbigen Glasfenster, die wie Edelsteine strahlen und eine vibrierende Farbintensität in den Dom bringen. Eine der ältesten Glasmalereien des Domes ist das berühmte Bibelfenster, welches sich in der Achskapelle (Chorumgang) befindet. Die Glasmalerei besitzt eine Schlüsselrolle im Gesamtkunstwerk der Kathedrale. Die Baukunst der Gotik basiert auf den Vorstellungen der „Himmelstadt“ wie sie im Alten Testament erwähnt wurde. So diente das Glas als Reflektion des himmlischen Lichts welches die Weisheit Gottes sichtbar macht und eine mystische Dunkelheit schafft.

Vor dem zweiten Weltkrieg befand sich im Südquerhaus des Doms ein Fenster, das von König Wilhelm I. von Preußen gestiftet wurde und lebensgroße Standfiguren weltlicher Herrscher und Kölner Erzbischöfe zeigte. Nach der totalen Kriegszerstörung wurde eine neue sehr helle Verglasung eingesetzt, die jedoch als unzulänglich empfunden wurde. Daraufhin wurde der in Köln lebende Maler Gerhard Richter mit dem Entwurf des Fensters beauftragt. Nach den Vorstellungen des Malers zieren nun unendlich viele, kleine Farbquadrate das über 100 m² große Fenster. Er wählte 80 Töne die bereits in den Farbfenstern des 19. Jahrhunderts vorkamen und eine Atmosphäre schaffen, die dem ursprünglichen Wollen der mittelalterlichen Baumeister entspricht.

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