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Büdchen-Hauptstadt Köln

Von Kiosk-Kultur & Büdchen-Liebe

Mehr als 1.000 Kioske, die Köln auf mannigfaltige Weise mit Getränken, Süßigkeiten und anderen Lebensmitteln, allerlei Krimskrams sowie sogar mit Mini-Events auf kleinstem Raum versorgen, machen Köln zur Stadt mit der höchsten Dichte an Büdchen in ganz Nordrhein-Westfalen. Manche „Büdche“ geben sich schlicht und funktional, andere glänzen mit herausragendem Charme. Immer jedoch ist das Büdchen im Veedel mehr als der externe Kühlschrank oder erweiterte Verkaufstresen. Kurz gesagt: Köln hat eine feine Büdchen-Kultur – auf ihr beruht letztlich auch die eigene Ausgeh-Form: das „Büdchen-Hopping“. Eine Büdchen-Liebe, deren Spirit erlebbar wird – in den Stadtführungen rund um die berühmtesten Büdchen in Köln als „Büdchentour“.

So vielseitig wie traditionsreich -

Die Kölner Büdchen-Landschaft

Wie der Dom oder der Rhein gehören die Büdchen zum Kölner Stadtbild und bereichern als Kiosk im Veedel den jeweiligen Kulturraum der Stadt als Orte der Kommunikation und zwanglosen Miteinanders.
Architektonisch bemerkenswert an den Büdchen ist dabei ihre direkte Wiedererkennbarkeit – ohne klassisch verankertes Gestaltungskonzept. Das macht die Zeitlosigkeit des Büdchens aus und ihren dauer- und wehrhaften Gegenentwurf zu Design und Trends – obwohl sich ihr Angebot durchaus Raum und sozialer Umgebung unvergleichlich gut anpasst.

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Büdchen als Raum des urbanen Austauschs

Integrative Kraft fürs Veedel

Arbiträr wirkendes, aber nicht unbedeutendes Detail in Sachen Büdchen-Kultur: der Wegfall sozialer Schranken. Hier existieren keine sichtbaren oder unsichtbaren Milieu-Schwellen, denn am Büdchen sind alle gleich und jeder willkommen. Wenn dort Päckchen oder Wohnungsschlüssel hinterlegt, der Kaffee am Morgen oder das Feierabendbier mit den Nachbarn aus dem Veedel geteilt werden, sind alle Teil einer losen Gemeinschaft oder der guten, temporären Wahlverwandtschaft.

Kölner Büdchen

Traditionsreich, hipp und gesellig

Jedes Büdchen lebt individuell vom Geist seines jeweiligen Büdchen-Besitzers. So sind manche Büdchen optisch besonders kreativ – als bemaltes Bretterhäuschen, geschweißter Schiffs-Container oder charmantes Ecklädchen. Einige bieten gehobene Ess-Kultur – vom Gourmet-Kaffee mit hauseigener Kaffee-Röstung über veganes Eis und Bio-Ingwer-Shot bis zur hochwertigen Backware.

Dann gibt’s Büdchen, in denen sogar getanzt wird, wie an Kölns vielleicht ausgeflipptestem La Ola-Büdchen: Veedeltreff mit flimmernden Disco-Lichtern und gelegentlichen (auch privat buchbaren) Party-Events. Viele Büdchen prägen sogar seit vielen Jahrzehnten ihr Veedel – wie das leider in 2022 geschlossene Büdchen am Eierplätzchen. All das macht die Kölner Kiosk-Kultur aus.

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Vom Reiz des Ungezwungenen bis zum mythisch verewigten Ort

Rund um die Kölner Kioske rankt sich sogar noch mehr kollektive Bedeutung. So ziehen etwa manche Frisch-Vermählten mit ihrer Hochzeitsgesellschaft gerne mal zum Kölsch an ihr Büdchen anstatt am Rathaus fein bürgerlich mit Sekt anzustoßen.

Auch die berühmte Kölner Mundart-Band Bläck Fööss – übersetzt die nackten Füße – besingen gleich zwei der Büdchen in ihren Songs: nämlich die „Kaffeebud“ sowie das „Bickendorfer Büdchen“. Das Witzige daran: das Bickendorfer Büdchen gibt es gar nicht – es ist sozusagen das 1.001 der Kölner Kioske.
Ein imaginäres Büdchen – als ewiges Kultur-Mem.

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