Stephanie Kleine Klausing, Geschäftsführerin KölnTourismus GmbH: „Seit 2008 gestalte ich KölnTourismus in verschiedenen Führungspositionen mit – operativ und strategisch, in Phasen des Wachstums ebenso wie unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen. Diese Erfahrung gibt mir ein klares Fundament und die notwendige Sicherheit, das Unternehmen und die Strategie konsequent weiterzuentwickeln. Dabei werde ich Bewährtes stärken und zugleich selbstverständlich eigene inhaltliche Schwerpunkte setzen.
Ich übernehme die Geschäftsführung mit einem klaren Anspruch: Tourismus darf kein Selbstzweck sein. Er muss sich an den Bedürfnissen der Stadt ausrichten und messbaren Mehrwert schaffen – wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell.“
Strategische Schwerpunkte
Stephanie Kleine Klausing versteht KölnTourismus nicht nur als Marketingorganisation, sondern als Gestalterin der touristischen Entwicklung Kölns und als Verbindung zwischen Stadtgesellschaft, Wirtschaft, Politik, Kultur, Branchenpartnern und Gästen. Vier Themen stehen im laufenden Jahr besonders im Fokus:
Lebensraum als Kerngedanke
Tourismusentwicklung ist ein Teil der Stadtentwicklung. Ziel ist es, die Interessen von Gästen und Kölner*innen in Einklang zu bringen. Dabei geht es konkret um Fragen wie: Welche Angebote passen zu Köln? Welche Gäste sprechen wir an und mit welchen Reiseanlässen können wir sie für Köln begeistern? Und wie kann Tourismus so gestaltet werden, dass er die Lebensqualität vor Ort unterstützt?
Themen wie Nachhaltigkeit, ein gepflegtes Stadtbild und ein respektvolles Miteinander spielen dabei eine zentrale Rolle. Leitgedanke von KölnTourismus ist eine qualitative Entwicklung des Tourismus – nicht möglichst viel Wachstum, sondern ein stimmiges, qualitativ hochwertiges und verträgliches Angebot für die Stadt.
MICE (Meeting, Incentives, Conventions and Events) und Kongresse
Köln ist bereits ein etablierter Kongress- und Tagungsstandort – diese Position gilt es zu stärken und weiter auszubauen. Im Fokus steht die zentrale Lage in Europa, die enge Verzahnung von Wissenschaft, Wirtschaft und Branchenkompetenzen, moderne Veranstaltungsinfrastrukturen sowie kurze Wege innerhalb der Stadt.
Köln bietet damit sehr gute Voraussetzungen für Kongresse, um fachliche Exzellenz mit urbaner Lebensqualität zu verbinden. Künftig soll noch wirksamer herausgestellt werden, wofür die Stadt inhaltlich steht – etwa als Plattform für relevante Zukunftsthemen und als Ort für Austausch, Innovation und Wissenstransfer. KölnTourismus will die Wahrnehmung Kölns als leistungsfähige und profilierte Kongressdestination national wie international weiter schärfen.
Kultur und freie Szene als Standortfaktor
Die kulturelle Vielfalt und die freie Szene prägen Kölns Identität und sorgen für eine hohe Dynamik, die auch über die Stadt hinaus wahrgenommen wird. KölnTourismus definiert Kultur als zentralen Standortfaktor – auch vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie Sanierungen, fehlenden Räumen und temporären Lösungen. Entscheidend ist dabei ein enger Austausch mit den Akteur*innen vor Ort, um bestehende Strukturen zu stärken, neue Potenziale zu erschließen und langfristige Perspektiven zu schaffen.
Kultur wird als Teil des touristischen Profils verankert und dabei nicht nur als Angebot für Gäste verstanden, sondern als lebendiger Bestandteil der Stadt, der Köln unverwechselbar macht und maßgeblich zur Anziehungskraft beiträgt.
Sporttourismus
Vor dem Hintergrund der möglichen Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele für KölnRheinRuhr 2036, 2040 und 2044 gewinnt das Thema Sporttourismus deutlich an Bedeutung. Sport verbindet über Grenzen hinweg und Köln ist bereits heute Austragungsort zahlreicher nationaler und internationaler Sportveranstaltungen und verfügt über gewachsene Strukturen, erfahrene Veranstalter sowie eine hohe Sportaffinität in der Stadtgesellschaft.
Ziel ist es, dieses Profil strategisch mit weiter zu entwickeln und Köln noch klarer als leistungsfähige Sportstadt zu positionieren – sowohl im Hinblick auf mögliche Großereignisse als auch auf wiederkehrende Formate. Dabei geht es nicht nur um die Veranstaltungen selbst, sondern auch um die nachhaltige Nutzung von Infrastrukturen, die internationale Sichtbarkeit und die Stärkung der lokalen Wertschöpfung.
Stephanie Kleine Klausing, Geschäftsführerin KölnTourismus GmbH: „Unsere strategischen Schwerpunkte sind für mich keine Einzelmaßnahmen, sondern Teil eines klaren Gesamtansatzes. KölnTourismus versteht sich als Bindeglied zwischen Stadtgesellschaft, Wirtschaft, Kultur, Politik und Gästen.
Tourismus entsteht im Zusammenspiel – und genau dort setzen wir an: mit verbindlicher Zusammenarbeit, offener Kommunikation und einem gemeinsamen Verständnis von Verantwortung. Unser Anspruch ist es, die Stärken Kölns gezielt weiterzuentwickeln und den Tourismus als relevanten Wirtschaftsfaktor zu stärken, der nachhaltige Wertschöpfung für die Stadt generiert – nach innen wie nach außen.“
