Riehl

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Zwischen Rheinblick und Rückzug

Nördlich des Kölner Zentrums, jenseits der belebten Innenstadt, liegt Riehl. Die Qualität des Viertels liegt in seiner Ruhe. 

Neben großzügigen Einfamilienhäusern und versteckten Villen sowie eindrucksvollen Altbauten aus dem 19. Jahrhundert prägen vor allem mittelständische Wohnhäuser aus Backstein und die Bebauung der Nachkriegszeit das Bild. Die Straßen sind geprägt von einer gewachsenen Nachbarschaft, von Vorgärten, Balkonen und einem Alltag, der unaufgeregt wirkt. 

Anziehungskraft und eigene Dynamik

Riehl besticht besonders durch seine Nähe zum Rhein. Die Auenlandschaft des Ufers schafft Weite und macht den Stadtteil zu einem Rückzugsort mit Wasseranschluss. Spaziergänge entlang des Stroms gehören hier ebenso zum Rhythmus wie das Verweilen auf einer Bank mit Blick auf vorbeiziehende Schiffe.

Darüber hinaus besitzt Riehl mit dem Kölner Zoo und dem Botanischen Garten, der Flora, zwei Anziehungspunkte, die weit über das Viertel hinaus bekannt sind. Sie verleihen dem Stadtteil eine eigene Dynamik: Familien, Flaneure und Pflanzenliebhaber*innen durchstreifen die weitläufigen Anlagen.  Besonders die Flora, deren Besuch kostenfrei ist, wird gerne zum gemütlichen Spaziergang und zur Auszeit genutzt. Im Gegensatz dazu wird für den Besuch im Zoo eher ein halber Tag verplant, gibt es doch ca. 12.000 große und kleine Tiere, die sich in den vielen Gehegen tummeln.  

Einen architektonischen Akzent setzt die Kirche St. Engelbert von Dominikus Böhm. Der expressionistische Backsteinbau aus den 1930er Jahren, im Volksmund aufgrund seines Erscheinungsbilds „Zitronenpresse“ genannt, hebt sich von der seiner Umgebung ab, ohne diese in den Schatten zu stellen. Seine klare, fast skulpturale Formensprache verleiht dem Viertel eine dezente, elegante Note. 

Nachbarschaft und Alltag

Lebendig wird es regelmäßig am Riehler Gürtel. Der mittwochs und samstags stattfindende Wochenmarkt zieht vormittags die Bewohner*innen des Veedels auf die Straße. Zwischen Händlern für Wurst- und Käsewaren, türkischer Feinkost, lokalen Bäckern, aber auch Blumen- und Lederhändlern wird bei Espresso und Gebäck geschwätzt und geklönt.