Das Kwartier Latäng, mit einem Augenzwinkern nach dem Pariser Quartier Latin benannt, ist mehr als ein Studierendenviertel. Hier treffen Geschichte und Unbekümmertheit, kulturelle Strömungen und urbaner Wildwuchs aufeinander.
Kontraste in Stein
Geprägt von der Nachbarschaft zur Universität verbindet das Kwartier Latäng historisches Flair mit Brüchen. Altbauten aus dem 19. Jahrhundert zeugen von vergangener Eleganz, während die Universität mit ihren kantigen Brutalismus-Bauten und so mancher Nachkriegskoloss Kontrastpunkte setzten. Auch die
Synagoge in der Roonstraße und die Herz Jesu Kirche erzählen von Wandel. Die Fassaden der neoromanischen Synagoge und der neogotischen Kirche kontrastieren mit den nüchtern-eleganten Innenräumen aus den 1950er Jahren – ein Symbol für Erneuerung nach einer bewegenden Vergangenheit.
Kulinarisch direkt und vielseitig
Die Zülpicher Straße und Kyffhäuserstraße sind die kulinarischen Schmelztiegel des Viertels. Hier gibt es von Döner und Pizza über Thai Food bis hin zu Falafel alles was das Herz begehrt. Aber abseits der Hauptachse entfaltet das Kwartier andere Seiten. Kleine Lokale bieten ehrliche Küche, die von traditionellen kölschen Gerichten bis zu internationalen Einflüssen reicht. Hier regiert weniger die Perfektion der Inszenierung, als vielmehr die direkte Begegnung mit Geschmack und Atmosphäre.
Kultur findet Raum
Mitten im Treiben findet man Theaterinszenierungen im Kleinformat, ein Programmkino, das den Blick aus dem Mainstream herausführt, und kleine Geschäfte, die Unikate anbieten. Diese einzigartigen, versteckten Räume schärfen das Profil des Viertels und geben ihm seine Tiefe.
Nächte im Takt des Veedels
Das Nachtleben ist Bestandteil des Veedels. Zwischen Barbarossaplatz und Bahndamm, sowie Zülpicher und Luxemburger Straße öffnen Bars, Clubs und Kneipen ihre Türen. Ob Livemusik oder Beats, das Veedel rockt nicht nur für Studierende, sondern, wie in Köln so oft, für alle, die suchen und finden.