St. Agnes

Kirche

Nach dem Kölner Dom die zweitgrößte Kirche der Stadt

Ein Bauwerk wie St. Agnes eröffnet einen vielschichtigen Blick auf das Verhältnis zwischen Stadtentwicklung, Erinnerungskultur und sakraler Architektur. Die Kirche entstand zwischen 1896 und 1903 als neugotische Hallenkirche und prägt bis heute den Neusser Platz, der einst am Rand der damaligen Stadterweiterung lag. Gestiftet wurde sie vom Bauunternehmer Peter Joseph Roeckerath, der hier ein sichtbares Andenken an seine verstorbene Frau Agnes schaffen wollte. Diese biografische Dimension verleiht dem Gebäude eine besondere narrative Tiefe, die sich auch in der Widmung an die heilige Agnes widerspiegelt.

Bauform und architektonischer Ausdruck  

Der Baukörper folgt den Prinzipien der Neugotik: ein dreischiffiger Hallenraum, ein markantes Querschiff und ein Turm, der bewusst ohne Helm auskommt. Die Materialkombination aus hellem Sandstein, Tuff und Akzenten aus rotem Sandstein erzeugt einen fein abgestimmten Farbklang. Diese Entscheidung verweist auf eine Epoche, in der mittelalterliche Formensprache neu interpretiert wurde – nicht als nostalgische Geste, sondern als Ausdruck eines modernen Selbstverständnisses urbaner Gemeinden.

Geschichtliche Schichtung  

Der Zweite Weltkrieg hinterließ schwere Zerstörungen; erst in den 1950er‑Jahren konnte der Innenraum wieder genutzt werden. Einige Ausstattungsstücke wie Taufbecken oder Petrusaltar blieben erhalten und verbinden vergangene liturgische Traditionen mit späteren Wiederaufbauschichten. Die Chorfenster des Glasmalers Wilhelm Buschulte erweitern diesen historischen Resonanzraum um zeitgenössische Bildsprache.

Gut zu wissen

Eignung

  • Schlechtwetterangebot

  • für jedes Wetter

  • für Familien

  • für Individualgäste

  • Senioren geeignet

  • für Kinder (jedes Alter)

Öffnungszeiten

Zahlungsmöglichkeiten

Eintritt frei

Anreise & Parken

Die Kirche St. Agnes befindet sich im Agnes-Viertel in der Neustadt-Nord und ist gut an den ÖPNV angebunden. Die Distanz zur Haltestelle 'Ebertplatz', welche von den Stadtbahnlinien 12, 15, 16 und 18 angefahren wird, beträgt 500 Meter.

Weitere Infos

Ab Februar 2026 wird die Kirche St. Agnes umfangreich saniert. Daher wird im ersten Jahr die Kirche im hinteren Bereich (Turmhalle, Langschiff) Baustelle sein.

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