Neupräsentation der Sammlung

Installationsansicht Museum Ludwig, 1. OG, Pop Art.
Franz Gertsch, Marina schminkt Luciano, 1975 © Franz Gertsch.
Tom Wesselmann, Bathtub No. 3, 1963 © The Estate of Tom Wesselmann / VG Bild-Kunst, Bonn 2016.
Howard Kanovitz, Journal, 1972/73 © VG Bild-Kunst, Bonn 2016.
Andy Warhol, White Brillo Boxes, 1964 und Campbell’s Boxes, 1964 © 2016 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Artists Rights Society (ARS), New York.
Richard Lindner, Disneyland, 1965 © VG Bild-Kunst, Bonn 2016.
Robert Indiana, The Big Eight, 1961 © Morgan Art Foundation / ARS New York / VG Bild-Kunst, Bonn 2016.
James Rosenquist, Fire Ranger, 1967 © VG Bild-Kunst, Bonn 2016.
Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln/Britta Schlier

Die Sammlung des Museum Ludwig umfasst die wichtigsten Positionen der Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwartskunst. Mit der Neupräsentation der Sammlung, die Direktor Yilmaz Dziewior in seinem ersten Jahr am Museum Ludwig gemeinsam mit den KuratorInnen konzipiert hat, können die Kunstschätze nun chronologisch durch alle Etagen des Hauses erschlossen werden.

 

Das 2. Obergeschoss ist der Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewidmet. Den Anfang bildet die Sammlung Haubrich mit ihren Schwerpunkten des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit – ihre Schenkung im Jahr 1946 formte den Grundstock der Sammlung. Ernst Ludwig Kirchners Halbakt mit Hut und Max Pechsteins Fränzi auf dem Sofa sind nun dauerhaft so im Raum installiert, dass auch die Rückseitengemälde sichtbar sind.
Die Werke der Russischen Avantgarde sind nicht länger gesondert als eigener Sammlungsteil installiert, sondern fügen sich je nach Kontext in den jeweiligen inhaltlich-stilgeschichtlichen Zusammenhang ein.
Räume zu surrealistischen und dadaistischen Positionen sowie abstrakte Strömungen und Werke aus dem Umfeld des Bauhaus, De Stijl und des Konstruktivismus ergänzen die Präsentation.
Ein weiterer großer Bereich wird von Pablo Picasso und Max Beckmann dominiert, ergänzt von verschiedenen Spielarten des Kubismus.

 

Das 1. Obergeschoss ist zu einem großen Teil abstrakten Tendenzen der 1950er- bis 1970er- Jahre gewidmet. Europäisches Informel wie amerikanisches Action Painting werden gezeigt, ebenso wie skripturale Werke beispielsweise von Cy Twombly oder die großformatigen Colorfield Paintings von Morris Louis. Kontrapunktisch vereint ein Raum mit gegenständlichen Werken Arbeiten von Konrad Klapheck, Bruno Goller, Bill Copley und Phillip Guston, die zeitgleich zur international herrschenden Abstraktion ganz bewusst den Gegenstand zum Bildthema erhoben. Ebenfalls im 1. Obergeschoss befinden sich Positionen der 1960er- und 1970er-Jahre, die der konzeptuellen Kunst, der Minimal Art und Post-Minimal Art sowie Fluxus zugeordnet werden. Die Neupräsentation macht deutlich, wie diese Kunstströmungen ineinandergreifen und wichtige Impulse des Konzeptuellen und Performativen übergreifend erkennbar sind. So lassen sich die konzeptuellen Haltungen eines Künstlers wie Sol LeWitt mit der George Brechts vergleichen, oder dessen Beschäftigung mit dem Zusammenspiel von Wort, Bild und Objekt mit den frühen Werken Bruce Naumans aus der Sammlung. Nicht zuletzt macht die Präsentation die künstlerische Nähe von Fluxus und Nouveau Réalisme zur Pop Art deutlich.

 

Die hochkarätige Pop-Art-Sammlung, die das Haus dem Stifterpaar Peter und Irene Ludwig zu verdanken hat, findet sich nun an einem neuen Platz in den ehemaligen „Haubrich-Räumen“ auf der Dom-Seite.

 

Während das Erdgeschoss den Sonderausstellungen vorbehalten ist, befindet sich die Gegenwartskunst in der neuen Sammlungspräsentation im Untergeschoss und in den weitläufigen Räumen des Treppenhauses. Sie bildet somit Fundament und Rückgrat des Museum Ludwig. Die Präsentation im Untergeschoss wird im Rhythmus von etwa 18 Monaten wechseln. Dabei wird ihr jeweiliger Fokus von einem programmatischen Werk ausgehen.


Museum Ludwig ©Rheinisches Bildarchiv

Das Museum Ludwig in Köln entstand durch die Schenkung von Werken moderner Kunst.

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