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Schwule & Lesben

CSD Gruppe ©Andreas Möltgen

Nicht umsonst ist Köln Hochburg der Schwulen und Lesben in Deutschland. Denn die Kölner sind bodenständig, manchmal ein wenig direkt, kommunikativ, lebensbejahend und weltoffen. Dies äußert sich auch in Sprüchen, die immer wieder gerne angebracht werden: „Et hätt noch immer jot jejange“, ist einer davon oder „Jeder Jeck is anders“, der die sprichwörtliche Toleranz plakativ zum Ausdruck bringt.

 

Jeder zehnte Einwohner Kölns ist dem eigenen Geschlecht zugewendet. Wie tief die Szene verwurzelt ist, zeigt sich auch in der enormen Dichte an schwul-lesbischen Lokalen - von gemütlichen Cafés und Restaurants bis hin zu stylischen Bars und Clubs.

Auch in zahlreichen kleinen Designer-Boutiquen, die man zum Beispiel im Belgischen Viertel findet, spiegeln sich Kölns kreative Strömungen wider. Neben einer der meist besuchten Einkaufsstraße Deutschlands, der Schildergasse, besteht ein vielfältiges Angebot in kleineren Flamiermeilen. Selbst extravagante oder exklusive Wünsche bleiben hier nicht offen.

 

Den Dom als Ausgangspunkt für Erkundungstouren zu nehmen, ist auch dann empfehlenswert, wenn man die augenfälligen schwul-lesbischen Aspekte Kölns entdecken möchte.


Auf der Rückseite des Doms, vorbei am Museum Ludwig und über die Treppen hinab in den Rheingarten, führt der Weg zum Mahnmahl für die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus. Im Schatten der eindrucksvollen Hohenzollernbrücke steht das steinerne, an der Form eines Rosa Winkels (Symbol der Nazis für schwule Männer) orientierte, Denkmal. Folgt man der Uferpromenade circa 250 Meter rheinaufwärts in Richtung Deutzer Brücke, befindet sich am Durchgang zur Markmannsgasse das „kalte Eck“, eine Installation des Künstlers Tom Fecht zur Erinnerung an Menschen, die an den Folgen von Aids gestorben sind. Zweimal im Jahr, zum ColognePride im Sommer und zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember, werden im Rahmen einer Gedenkfeier neue Steine mit Namen von Verstorbenen in das Feld aus Pflastersteinen eingelassen. Geht man über die Markmannsgasse geradeaus weiter kommt man auf den Heumarkt, der als größter Platz in der Kölner Altstadt auch Standort für die CSD-Hauptbühne ist.


Kneipen und Clubs, die das Image der Altstadt als Zentrum der Kölner Leder- und Fetischszene prägen, sind von hier aus nur wenige Schritte entfernt. Wenn man den Heumarkt passiert, gelangt man über die Gürzenichstraße in die Schildergasse - eine von Deutschlands bestbesuchten Einkaufsmeilen. Am Ende der Schildergasse schließt sich der Neumarkt an, der als zentraler Verkehrsknotenpunkt und mit seinen überdachten Einkaufspassagen einer der quirligsten Bereiche der Stadt ist. Wenn man ausgefallene Geschäfte sucht, geht man vom Neumarkt aus an der Kirche St. Aposteln vorbei in das Boutiquenviertel um die Mittelstraße, Pfeilstraße und Ehrenstraße. Hier prägen Schwule und Lesben stärker als anderswo in der Stadt das Straßenbild. In Richtung Rudolfplatz erreichen wir das neben der Altstadt zweite schwul-lesbische Zentrum Kölns. Kneipen, Cafés, Restaurants, Clubs, Saunen und Geschäfte konzentrieren sich in einem nur wenige Gehminuten umfassenden Radius. Überquert man die oberirdische Straßenbahntrasse und die Hauptstraße, gelangt man über einen Durchgang neben dem Gebäude der Sparkasse in die Schaafenstraße, die als Kern der schwulen Kölner Kneipenszene gilt und deshalb den Namen „Bermudadreieck“ trägt. Wenn man der Lindenstraße, welche die Verlängerung der Schaafenstraße ist, folgt, gelangt man zum Jean-Letist-Platz. Dieser kleine Platz wurde nach einem ursprünglich aus Belgien stammenden Kölner Aktivisten benannt, der sich zu Lebzeiten sehr stark für die Schwulenbewegung und die Aidshilfe engagiert hat.
 

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